Rürup RenteBesonders wichtig ist die Rürup-Rente (auch Basisrente genannt) für Selbstständige und Freiberufler, denn diese Berufsgruppe ist auf eine private Altersvorsorge angewiesen. Außerdem ist die nach seinem Erfinder Bert Rürup (2005) benannte Rürup-Rente eine private Altersvorsorge mit steuerlicher Begünstigung.

 

 

 

 

Mit der klassischen Rürup-Rente sichern Sie sich eine stabile Altersvorsorge, die nicht abhängig von Konjunkturschwankungen oder Börsenentwicklungen ist. Diese ist ähnlich einer klassischen Rentenversicherung.

Jedoch haben Sie auch die Möglichkeit Ihre Basisrente an einen Fonds zu koppeln. Dabei gibt es verschiedene Optionen, beispielsweise eine 100%ige Beitragsgarantie und verschiedene Fonds.

Was macht eine Rürup-Rente so besonders?

1.) Zum einen ist es die steuerliche Behandlung in der Ansparphase und in der Rentenbezugszeit. Zusammenfassend kann man bei der steuerlichen Betrachtung sagen, dass die Beiträge und Renten genauso wie die gesetzliche Rente behandelt werden.

2.) Die Vielseitig der Rürup-Rente ist ebenfalls zu erwähnen, da diese als klassisches Produkt oder fondsgebundenes Produkt (mit und ohne Garantien) abgeschlossen werden kann.

3.) Ein Rürup-Vertrag ist während der Ansparzeit unpfändbar (solange Beiträge gezahlt werden), welches auch für Selbstständige gilt. In der Rentenbezugszeit besteht Pfändungsschutz innerhalb der Pfändungsfreigrenzen.

4.) Auf Grund der gesetzlichen Rahmenbedingungen kann ein Rürup-Vertrag vor dem Rentenbeginn (darf nicht vor 62 liegen) nicht gekündigt, sondern beitragsfrei gestellt werden.

5.) Eine Rürup-Rente kann nicht vererbt werden. Im Todesfall in der Ansparzeit kommt das Vermögen der Versichertengemeinschaft zu Gute. Im Falle eines Todesfalls in der Rentenbezugszeit erhalten die Hinterbliebenen das vorhandene Kapital ausgezahlt.

6.) Eine Kombination mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung macht bei der Rürup-Rente durchaus Sinn, da die eingeschlossene Berufsunfähigkeitsversicherung steuerlich absetzbar ist.

 

Wer benötigt eine Rürup-Rente?

Vor allem Selbstständige, welche in kein Versorgungswerk oder in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, sind auf eine private Altersvorsorge angewiesen. Ebenfalls fällt auch hier die betriebliche Altersvorsorge weg. Aber auch verkammerte Berufe wie Apotheker, Rechtsanwälte, Ärzte, Steuerberater und Architekten, welche in ein berufsständisches Versorgungswerk einzahlen, können wie Selbstständige auch nicht die staatliche Riesterförderung in Anspruch nehmen, sodass diese ebenfalls zur Zielgruppe von Basisrenten zählen. Da die Basisrente womöglich die einzige Altersvorsorge für diese Berufsgruppen darstellt, ist es wichtig, dass das Kapital gesichert ist und einen konstanten Wachstum vorweist, was bei der Basisrente der Fall ist. Jedoch auch für Besserverdienende ist diese Form der Rente geeignet, da der steuerliche Vorteil hier besonders lukrativ wird.

 

Wie funktioniert die Basisrente?

  1. Sie zahlen einen selbstgewählten, monatlichen, jährlichen oder einen Einmalbetrag, der in der Ansparphase angelegt wird. Dieser Beitrag wird jährlich mit einem gewissen Garantiezins und Überschussbeteiligungen verzinst. Je nachdem, wie das Unternehmen mit ihrem Geld wirtschaftet, erhalten sie eine höhere oder niedrigere Verzinsung. Sie bekommen jedoch einen bestimmten Zins garantiert, sodass sie bei Beginn der lebenslangen Rentenauszahlung mit einem konstanten, monatlichem Beitrag rechnen können.
  2. Jede Versicherung bietet neben der klassischen Basisrente auch fondsgebundene Basisrenten an, bei denen ihr Kapital in Fonds angelegt wird und somit die Chance auf höheren Wachstum besteht. Hierbei wählen Sie zwischen risikoarmen, risikoliberalen und risikostarken Anlagepaketen. Ihr eingezahltes Kapital können sie sich zu 100% sichern lassen, haben aber kein garantiertes Wachstum wie bei der klassischen Basisrente.
  3. Bei Rentenbeginn wird ihr Kapital bis zum Ableben monatlich ausgezahlt. Diese monatliche Zahlung wird mit einer Einkommenssteuer besteuert. Bei einem Rentenbeginn in 2025 z.B. würden 85% der Zahlung besteuert. Eine einmalige Kapitalauszahlung ist bei dieser Form der Rente nicht möglich.

Zusammengefasst: Vorteile und Nachteile der Basisrente

 

Vorteile Nachteile
Steuervorteile Keine einmalige Kapitalauszahlung
Pfändungs- und Hartz IV-sicher Keine staatliche Förderung wie bei der Riester-Rente
Zusatzversicherungen wie BU sind in Kombination ebenfalls steuerlich absetzbar Keine Beleihung oder Kapitalentnahme während der Laufzeit
Renteneintritt frei wählbar  Keine Vererbung möglich
Variable Beitragszahlung  

 

Erläuterung zu den Nachteilen:

-Keine einmalige Kapitalauszahlung möglich, da die Basisrente vor Allem deswegen staatlich gefördert wird, weil sie zur Sicherung des Lebensunterhaltes gedacht ist. Falls Sie früher versterben sollten, erhalten Sie weniger von ihrem eingezahlten Kapital, als wenn sie es einmalig ausgezahlt bekommen würden. Außerdem können Sie es nicht für eine Investition z.B. eine Immobilie verwenden.

-Keine staatliche Förderung wie bei der Riester-Rente (Sie erhalten keine jährliche Zusatzzahlung vom Staat)

-keine Beleihung oder Kapitalentnahme während der Laufzeit (Sie können keine Ansprüche vor Rentenbeginn auf ihr Kapital erheben.)

 

Erläuterung zu den Vorteilen:

-Steuervorteile (2014 können Sie von den geleisteten Beiträgen 78% als Sonderkosten absetzen)

-Pfändungs- und Hartz IV-sicher

-Unabhängigkeit von Konjunktur- und Börsenentwicklung

-ihr Renteneintrittsalter ist flexibel wählbar (je nachdem, ob sie als Selbstständiger oder Freiberufler noch länger arbeiten möchten oder nicht)

-Variable Beitragszahlung:

Wenn Sie früh beginnen, können Sie schon mit kleinen monatlichen Zahlungen einsteigen.

Falls Sie einen jährlichen Bonus bekommen, können Sie ggf. von diesem etwas einzahlen und haben keine monatliche Belastung.

Wenn Sie jedoch relativ spät einsteigen und ihre Altersvorsorge trotzdem erneut  aufstocken möchten, ist die Einmalzahlung eine sinnvolle Variante.

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