Widerspruchsfrist

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Die Rechte zwischen Versichertem und Versicherung werden durch das Versicherungsvertragsgesetz (VVG) geregelt. Mit dem Inkrafttreten des neuen VVG im Jahr 2008 wurde das bis dahin geltende Widerspruchsrecht inklusive der zugehörigen Widerspruchsfristen abgeschafft. Nunmehr kann jede Versicherung, also auch die private Unfallversicherung, innerhalb von 14 Tagen widerrufen werden; bei Lebensversicherungen beträgt die Frist 30 Tage. Diese gesetzliche Widerrufsfrist beginnt nach der Aushändigung der vollständigen Versicherungsunterlagen an den Versicherungsnehmer und nach dessen Belehrung über das Widerrufsrecht. Der Widerruf ist in Textform zu erklären und muss keine Begründung enthalten. Nach dem Ablauf der Widerrufsfrist besteht die Möglichkeit der ordentlichen Kündigung, der Kündigung im Schadensfall und der Kündigung wegen Beitragserhöhung. Auch im Rahmen der gesetzlichen Unfallversicherung gibt es relevante Fristenregelungen. Die Berufsgenossenschaften als Träger der gesetzlichen Unfallversicherung sind die Ansprechpartner bei Arbeitsunfällen oder Berufskrankheiten. Im Falle eines ablehnenden Bescheides durch die Berufsgenossenschaft kann der geschädigte Arbeitnehmer Widerspruch einlegen. Die Widerspruchsfrist beträgt hierbei einen Monat.