Versicherungssumme

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Die Versicherungssumme einer privaten Unfallversicherung entspricht dem Betrag, den der Versicherer bei einem unfallbedingten, dauerhaften Personenschaden an den Versicherten auszahlt. Diese Summe wird in der Regel als Einmalzahlung geleistet. Ihre Höhe richtet sich nach dem Invaliditätsgrad, der durch die sogenannte Gliedertaxe konkretisiert wird: Wenn jemand beispielsweise auf einem Auge die Sehkraft verliert, wird ein Invaliditätsgrad von 50 Prozent berechnet, bei Verlust des Hörsinns eines Ohres beträgt der Invaliditätsgrad 30 Prozent. Sind – etwa bei Abtrennung verschiedener Gliedmaßen – mehrere Invaliditätsgrade gegeben, werden diese bis zu maximal 100 Prozent addiert. Zusätzlich zu der Grundsumme beinhalten Unfallversicherungstarife üblicherweise eine Progression. Diese erhöht die Versicherungsleistung bei einem Invaliditätsgrad über 25 Prozent abhängig von der gewählten Progressionsstufe (meist 225, 350 oder 500 Prozent). Die genaue Höhe der Versicherungssumme wird hierbei anhand der im Versicherungsvertrag aufgeführten Progressionsstaffel für den gegebenen Invaliditätsgrad bestimmt. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Unfallversicherungen bei mehreren Anbietern abzuschließen, um im Versicherungsfall eine insgesamt höhere Auszahlung zu erhalten.