Verletztengeld

Verletztengeld

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“Ist ein Arbeitnehmer nach einem Unfall nicht mehr ganztägig arbeitsfähig oder gar arbeitsunfähig, so zahlt die gesetzliche Unfallversicherung ein Verletztengeld. Diese Ersatzleistung ist als Ausgleich für einen Verdienstunfall aufgrund der unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit und während notwendiger Rehabilitationsmaßnahmen gedacht.
Berechnet wird das Verletztengeld pro Kalendertag des Verdienstausfalles. Die Höhe beträgt 1/450. des im Jahr vor dem Unfall erzielten Gesamteinkommens. Mit ins Verletztengeld einberechnet werden ebenfalls Leistungen wie Winterausfall- oder Kurzarbeitergeld. Ist der Versicherte erwerbslos, so errechnet sich das Verletztengeld aus den im Vorjahr erhaltenen Sozialleistungen wie Arbeitslosengeld oder Unterhaltszahlungen. Auch Mutterschaftsgeld und Versorgungskrankengeld fließen gegebenenfalls in die Berechnung mit ein.
Die Auszahlung des Verletztengeldes beginnt nach dem Auslaufen der sechswöchigen Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber und erfolgt maximal für eine Dauer von 546 Tagen, das sind etwa 78 Wochen.
Hat ein Schüler oder Student bei Beginn der unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit eine bezahlte und unbefristete Arbeit ausgeübt, so hat dieser ebenfalls einen Anspruch auf Verletztengeld. ”