Obliegenheiten

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Die Allgemeinen Unfallversicherungsbedingungen (AUB) regeln die Obliegenheiten, d. h. die Verhaltenspflichten des Versicherten. Es wird unterschieden zwischen vorvertraglichen und während der Versicherungsdauer bestehenden Obliegenheiten. Vorvertragliche Anzeigepflichten sind Angaben zu Tätigkeitsmerkmalen für die festzulegende Gefahrengruppe, zum Gesundheitszustand, zu Vorschäden sowie zu beststehenden Unfallversicherungen, um eine Doppelversicherung zu vermeiden. Eine Gefahrenerhöhung muss unverzüglich angezeigt werden. Unwahrheitsgemäße Angaben führen zur Vertragskündigung oder zur Leistungsverweigerung. Bei einem Unfall besteht die Verpflichtung, sofort einen Arzt hinzuzuziehen und sich ggf. von einem Vertragsarzt der Versicherung untersuchen zu lassen. Der Versicherte muss die behandelnden Ärzte von der Schweigepflicht befreien und die ärztlichen Anordnungen befolgen, soweit es zumutbar ist. Im Todesfall müssen die Begünstigten des Versicherungsvertrages dem Versicherer das Recht zur Obduktion verschaffen. Unfälle müssen unverzüglich und wahrheitsgemäß dem Versicherer angezeigt werden, bei Todesfällen innerhalb von 48 Stunden. Die Versicherung kann weitergehende sachdienliche Hinweise verlangen. Verletzungen dieser Obliegenheiten führen zu einer teilweisen oder völligen Versagung der Versicherungsleistung. Maßgeblich hierfür ist allerdings ein vorsätzliches oder grob fahrlässiges Handeln.