Invaliditätsgrad

Invaliditätsgrad

Unfallversicherung > Lexikon > Invaliditätsgrad

Primärleistung der Unfallversicherung ist die Invaliditätsleistung. Sie soll bei Personenschäden die wirtschaftlichen Unfallfolgen ausgleichen. Für die Berechnung der Invaliditätssumme wird ein Prozentsatz, der sogenannte Invaliditätsgrad nach einer Gliedertaxe festgelegt. Jährlich gibt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) diese Gliedertaxe als Bestandteil seiner Allgemeinen Unfallbedingungen (AUB) heraus. In dieser Tabelle wird der Verlust eines bestimmten Körperteiles oder Sinnesorgans in Prozent angezeigt. Sollte sich aus der Tabelle kein sinnvoller Invaliditätsgrad ergeben, wird ein Arzt herangezogen, beispielsweise bei Kopfverletzungen. Die Invaliditätssumme ist der Prozentsatz der Invalidität von der Versicherungssumme und erfolgt in der Regel als Einmalzahlung. Bei einer vertraglich vereinbarten Progression erhöht sich dieser Betrag. Handelt es sich um Teilverletzungen, bestimmt ein Arzt den Prozentsatz der verlorengegangenen Funktion. Die Teilinvalidität wird dann prozentual vom Invaliditätsgrad eines Totalverlustes berechnet. Voraussetzung für eine Versicherungsleistung ist immer eine dauerhafte Invalidität von mindestens drei Jahren. Bei den AUB des GDV handelt es sich um Empfehlungen, daher dürfen die Invaliditätsgrade der Versicherer voneinander abweichen.