Insektenstiche

Insektenstiche

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Generell bestehen bei Insektenstichen oder -bissen und den daraus folgenden Infektionen keine Ansprüche auf Leistungen der privaten Unfallversicherung. Laut den Allgemeinen Unfall-Versicherungsbedingungen (AUB) werden diese Ereignisse ausgeschlossen, weil es sich um sonstige geringfügige Verletzungen der Haut oder Schleimhaut handelt, durch die Krankheitserreger in den Körper sofort oder später eindringen. Diese geringfügigen Verletzungen bedürfen keiner ärztlichen Behandlung. Ein Insektenstich ist kein Unfall und die Folgen sind daher als Krankheit anzusehen. Einige private Unfallversicherungen bieten inzwischen eine Zusatzklausel an und erweitern dadurch den Schutz auch für Insektenstiche und -bisse und die dadurch ausgelösten Krankheiten bis hin zu Todesfällen. Ausschlaggebend dafür ist das Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes vom 25.02.2010 Az. BVerwG 2 C 81.08, wonach ein Zeckenbiss mit einer nachfolgenden Borreliose bei einer Lehrerin als Dienstunfall bestätigt wurde. Im Gegensatz zur privaten Unfallversicherung erkennt die gesetzliche Unfallversicherung Insektenstiche und -bisse als Unfälle an.