Infektionsklausel

Infektionsklausel

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“Eine private Unfallversicherung deckt im Regelfall auch das Risiko einer durch eine Verletzung erfolgten Infektionskrankheiten ab. Diese Infektionsklausel besagt, dass der Schutz der Unfallversicherung auch dann gilt, wenn die Erreger einer Infektionskrankheit durch eine Beschädigung der Haut in den Körper des Versicherten eingedrungen sind. Hierzu muss mindestens die oberste Hautschicht durchtrennt worden sein. Nachweisen lässt sich dies in der Regel durch die Biografie der Krankheit, deren Natur oder durch einen ärztlichen Befund. Ebenso greift die Versicherung, wenn infektiöse Mittel in Nase, Mund oder Auge des Versicherungsnehmers eingespritzt wurden. Auch Gesundheitsschäden durch Zeckenbisse, beispielsweise FMSE oder Borreliose, sind versichert, da die Zecke beim Biss die oberste Hautschicht durchtrennt. Ebenso greift der Versicherungsschutz bei Schutzimpfungen.
Meist erstattet die Unfallversicherung ebenfalls die durch Malaria, Schlafkrankheit, Gelbfieber, Tetanus und Tularämie verursachten Kosten.
Im Falle von Infektionen erbringt die Unfallversicherung außerdem Todesfall- und Invaliditätsleistungen, deren Art und Umfang ebenso wie als Unfall ausgeschlossene Infektionen im jeweiligen Versicherungsvertrag festgelegt sind.”