Berufsunfallversicherung

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Die Berufsunfallversicherung ist, ebenso wie die Krankenversicherung oder die Rentenversicherung, Bestandteil der gesetzlichen Sozialversicherung. Jeder Arbeitnehmer ist über die zuständige Berufsgenossenschaft, bei welcher der Betrieb angemeldet ist, im Falle eines Berufsunfalles oder einer Berufskrankheit abgesichert. Die Kosten trägt alleine der Arbeitgeber. Selbstständige können sich freiwillig versichern. Von der Berufsunfallversicherung gedeckt sind Wege zwischen Wohn- und Arbeitsort sowie Unfälle bei der Arbeit selbst. Nach einem Wege- oder Arbeitsunfall erhält der Betroffene 6 Wochen lang die Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber; anschließend zahlt die Berufsgenossenschaft ein Verletztengeld. Der Invaliditätsschutz der gesetzlichen Berufsunfallversicherung greift in der Regel erst ab einem Invaliditätsgrad von 20 Prozent, während die private Unfallversicherung bereits ab 1 Prozent Leistungen erbringt. Da zudem die meisten Unfälle in der Freizeit passieren, kann die Berufsunfallversicherung eine private Unfallversicherung nicht gänzlich ersetzen. Andererseits deckt die gesetzliche Berufsunfallversicherung auch Bereiche ab, die in der privaten Unfallversicherung nicht enthalten sind, so zum Beispiel Berufskrankheiten und Rehabilitationskosten.