Berechnung der Invaliditätsentschädigung

Berechnung der Invaliditätsentschädigung

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“Die private Unfallversicherung wendet bei Personenschäden ein System der Schadenswiedergutmachung an, welches so weit wie möglich gerecht ist. Die Berechnung der Invaliditätsentschädigung erfolgt nach der sogenannten Gliedertaxe – auch damit die Versicherungen leichter vergleichbar sind und Verunsicherung auf Seiten der Versicherten vermieden werden kann.

Das Grundprinzip lautet: Ein in der Funktion zerstörtes Körperteil oder auch Sinnesorgane haben einen jeweils individuellen Einfluss auf die Lebensqualität oder auch die Berufsausübung. Deshalb wird beispielsweise der Verlust des Geschmackssinns vielfach nur mit 5 % berechnet, eine große Zehe mit 2 % – der ganze Arm mit 65 bis 70 %!

Der volle Prozentwert für das jeweilige Körperteil bzw. Sinnesorgan wird berechnet, wenn es gar nicht mehr funktioniert. Ansonsten wird ein Teilwert berechnet. Bei vielen Versicherungen wird ein Zuschlag vereinbart, wenn ein bestimmter Gesamtprozentsatz überschritten ist.

Bei der Gliedertaxe wird nach einem Mindest-Entschädigungsstandard (festgelegt durch den Gesamtverband der Versicherungswirtschaft) und besseren Bedingungen der einzelnen Versicherer unterschieden. Deshalb sollte das Augenmerk beim Versicherungsvergleich neben Finanzdaten auch auf diesen Aspekt gelegt werden. ”