UnfallversicherungDie Zahlen für eine Unfallversicherung sprechen für sich: Etwa alle 4 Sekunden passiert in Deutschland ein Unfall, während 70 % davon in der Freizeit und im privaten Haushalt geschehen. Doch die gesetzliche Unfallversicherung sichert nur den Weg zur Arbeit und Schule, sowie die Arbeitszeit ab. Das Risiko in der Freizeit trägt der Verbraucher selbst und dies kann finanzielle Folgen haben: Wer beispielsweise beim Fensterputzen vom Stuhl oder der Leiter fällt, kann lebenslange Schädigungen erleiden, welches finanzielle Einbußen mit sich bringt. Eine private Unfallversicherung sichert Sie gegen die finanziellen Folgen eines Unfalls, auch in der Freizeit, ab.

 

Invaliditätssummen und Progression

Das wichtigste Kriterium der Unfallversicherung ist die einmalige Kapitalleistung, wenn Sie aufgrund eines Unfalls dauerhaft invalide werden. Bei der Kapitalleistung unterscheiden die Versicherungsgesellschaften zwischen der Grundinvaliditätssumme oder auch Versicherungssumme genannt und der Vollinvaliditätssumme. Bei Vollinvalidität (Invaliditätsgrad von 100 %) wird die Vollinvaliditätssumme ausbezahlt. Bei einer Progression von 1000 % (höchste Progressionsstufe) wird das zehnfache der Grundinvaliditätssumme ausgezahlt.

Grundinvaliditätssumme x Progressionssatz = Vollinvaliditätssumme
(z.B. 200.000 € x 350 % = 700.000 €)

Die Progression sorgt dafür, dass Sie bei hohen Invaliditätsgraden (schwersten Behinderungen) eine sehr hohe Leistung von der Versicherung ausbezahlt bekommen, da hier beruhend auf etwaige Umbaumaßnahmen und Vorrichtungen, der Kapitalbedarf immens steigt. Unsere Empfehlung für eine Progression liegt zwischen 225 % und 500 %. Darüber hinaus werden die Policen sehr teuer.

 

 

Individueller Kapitalbedarf

Es gibt prinzipiell zwei grundlegende Dinge, die bei der Frage, wie hoch der Kapitalbedarf der Unfallversicherung sein sollte, geklärt werden müssen:

Wie hoch ist der persönlich entstehende Bedarf an finanziellen Mitteln, um die Umbauten im Haus (bspw. durch einen neuen Treppenlift und Rampen) finanzieren zu können? Wird ein elektrischer Rollstuhl benötigt? Diese Kosten sind sehr individuell und fallen dementsprechend unterschiedlich aus. Erstellen Sie sich dazu ein mögliches Unfallrisiko und listen Sie die anfallenden Kosten systematisch auf.

Auch die Frage, welche laufenden Kosten durch die Unfallpolice abgedeckt werden sollen, muss geklärt werden (z.B. Gehaltsverlust oder Kinderbetreuung). Diese Risiken sollten mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung abgedeckt werden, doch wenn Sie keine bekommen oder keine möchten, ist eine Abdeckung über die Unfallversicherung möglich.

 

 

Was bedeutet Gliedertaxe?

Neben der Progression und der Grundsumme, ist die Gliedertaxe das wichtigste Leistungsmerkmal eines Tarifs. Die Gliedertaxe bestimmt den Betrag, welchen Sie bei Verlust eines bestimmten Körperteils von der Versicherung erhalten. Anhand des Online-Rechners bei Yoursruance können Sie ganz individuell die Gliedertaxe selbst bestimmen. Die Voreinstellung ist der derzeit gewählte Durchschnitt. Bitte beachten Sie jedoch, dass mit zunehmender Höhe der Gliedertaxe auch der Preis des Tarifs ansteigt.

 

Tipp

Viel wichtiger als niedrige Preise sind die Leistungen der Unfallpolicen. Vergleichen Sie hierbei die Leistungen bei verschiedenen Invaliditätsgraden, welche im Rechner anhand der Leistungsskala angezeigt werden. Somit finden Sie die leistungsstärksten Tarife zum niedrigsten Preis und können so bis 70 % sparen!