Mitverschulden

Bei der Haftpflichtversicherung spricht man von einem Mitverschulden, wenn der Geschädigte zusammen mit dem Verursacher die Schuld am Entstehen des Schadens trägt. Darunter kann auch das Nichtbeachten einer Warnung oder ein nicht sorgfältiges Verhalten fallen. Wenn der Geschädigte den Schaden nicht mildert, obwohl er es könnte, wird dies ebenso als Mitverschulden betrachtet. Liegt ein Mitverschulden vor, besteht für die Haftpflichtversicherung des Schädigers keine oder nur eine begrenzte Pflicht zur Begleichung des Schadens. Eine Ausnahme beim Mitverschulden stellen in der Regel allerdings deliktunfähige Personengruppen dar. Hierunter fallen beispielsweise Kinder unter sieben Jahren oder Menschen, die an einer Geisteskrankheit leiden oder unter Drogeneinfluss stehen.