Gefälligkeitsschäden

Im Rahmen der Privathaftpflicht ist der Begriff des Gefälligkeitsschadens wichtig. Von einem Gefälligkeitsschaden spricht man, wenn bei der Hilfe beispielsweise eines Bekannten einem Dritten ein Schaden entsteht. Liegt hier zumindest eine leichte Fahrlässigkeit vor, muss derjenige, der den Schaden verursacht hat, haften. In einer Privathaftpflichtversicherung können Gefälligkeitsschäden zusätzlich mitversichert werden. Die Steigerung des Beitrags fällt dabei, abhängig von den anderen Faktoren wie beispielsweise der Versicherungssumme, relativ gering aus. Entsteht ein Schaden beispielsweise bei der Umzugshilfe bei einem Mitversicherten oder bei einem Bekannten, besteht allerdings keine Leistungspflicht der Versicherung. Dies ist darauf zurückzuführen, dass solche Fälle in der Vergangenheit missbraucht wurden. Die Versicherung führt in diesem Fall genaue Prüfungen der Sachlage durch.